Die zunehmende Nutzung von Biomasse als Basis für die Bioenergieerzeugung ist ein viel versprechender Ansatz, der ständig wachsenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien gerecht zu werden. Mit dem Einsatz von Biokraftstoffen sind neben den wirtschaftlichen Aspekten zumindest zwei Ökologische verbunden. Dies ist zum Einen die Nachhaltigkeit bei der Nutzung dieser Kraftstoffe, da die derzeit genutzten fossilen Kraftstoffe endlich sind und in absehbarer Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen werden, die Rohstoffe für Biokraftstoffe jedoch in Zeiträumen von wenigen Monaten bis Jahren nachwachsen. Zum Anderen soll durch den Einsatz von Biokraftstoffen eine Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase erreicht werden. Dabei spielt bei den Biokraftstoffen vor allem die CO2-Neutralität eine Rolle. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung von biogenen Kraftstoffen nur so viel klimaschädliche CO2-Emmissionen in die Atmosphäre abgegeben werden, wie die Pflanze, die dem Kraftstoff als Grundstoff dient, bei ihrem Wachstum zuvor aus der Atmosphäre entnommen hat.
Beim Ersatz von Erdöl durch Biokraftstoff kommt es zu allerdings zu Abwägungskonflikten etwa zwischen Klimaschutz und dem Schutz von Wasser, Boden und Biodiversität wie auch zu Flächenkonkurrenzen zwischen Energiepflanzenanbau und Nahrungsmittelproduktion. Ein mehr an Biomasse und Bioenergie bedeutet also nach derzeitigem Entwicklungsstand, dass ein ständig wachsender Anteil bislang agrarisch genutzter Flächen für den Anbau von so genannten Energiepflanzen benötigt wird. Diese Konkurrenz zur ebenfalls flächenintensiven Nahrungs- bzw. Futtermittelproduktion wird durch die Herstellung von hochproduktiven Mikroalgen auf bisher argrarisch ungeeigneten Flächen sowie einer effizienteren Konvertierbarkeit der Biomasse in Treibstoffe oder Plattformchemikalien reduziert. Die Technologie liefert daher einen Beitrag zum ressourcenschonenden sowie materialeffizienten Umgang mit der Umwelt und bietet deutliche wirtschaftliche Potentiale.
Nach „Quelle“ ist es Prof. Dr. Laurenz Thomsen aus dem Phytolutions Team 2004 weltweit als erstem gelingen Mikroalgenbiomasse in Biodiesel zu konvertieren. Phytolutions verfolgt diese Technologie seitdem konsequent weiter.